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Jakob Immeli
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Jakob Immeli stammte aus Pfaffenweiler und erscheint erstmals 1504 als Schüler von Dr.Johannes Eck zu Freiburg. Der junge Jakob studierte in Basel an der Universität und bekleidete schliesslich ab 1515 das Amt eines Kaplans am Altar der Maria Magdalena in der Marienkapelle der Peterskirche.

Seit dem Johannistag 1520 war er Leutpriester zu St.Ulrich und zu St.Elisabethen in Basel. 1523 erhob man ihn zum Dekan der Artistenfakultät der Universität Basel. Jakob Immeli war ein Mann vieler Talente, doch sein eigenwilliges Wesen sollte ihm schon bald mindestens so viele Unannehmlichkeiten einbringen.

Im Jahr 1524 heiratete er Margaretha Butsch aus Schaffhausen, was damals für einen Geistlichen sehr unüblich war. Er war der erste der deutsch taufte und der einen Bart trug. Für sein Abweichen drohte man ihm mit der Absetzung. Diesmal kam er noch davon, aber im Jahr darauf weigerte er sich die Messe zu lesen, womit das Mass voll war.

Der rebellische Priester musste sich für einige Zeit sein täglich Brot als Weber verdienen, aber 1528 kehrte er mit seiner Wahl als Pfarrer in Dürrenrot zurück zur Seelsorge. Viel hatten seine neue Gemeinde nicht von ihm, denn er wurde im Jahr drauf Pfarrherr zu Pratteln, was er bis 1536 blieb. Richtig wohl dürfte ihm hier anfangs nicht gewesen sein.

Immeli geriet mitten in den lebhaften Konflikt um die Zehntenpflicht, welche die Landbevölkerung als drückende Last empfand. Im Frühjahr 1530 zertrümmerten Nachtbuben Jakob Immeli eine Vase in der Laube und man warf ihm menschliche Fäkalien in seinen Pfarrgarten.

Im Sommer rief man Immeli nächtens schmähende Worte durchs offene Fenster und ein ganz kecker Bursche wütete in seinem Gärtchen, während ein anderer den pfarrherrlichen Holzstapel über den Haufen warf. in seinem letzten Amtsjahr sei es geschehen, dass Immeli seine Kühe auf dem Kirchhof weiden liess, zum Missfallen seiner Kirchgemeinde.

Während seiner Amtszeit in Pratteln war er auch Dekan des Liestaler Kapitels. Nach seinem Abgang aus dem Dorf 1536 wurde er Pfarrer zu Münchenstein, wo er bis 1542 eine neue Herde hütete. Im letzten Lebensjahr war er Lehrer an der Artistenfakultät, bis ihm am 9.März 1543 Gevatter Tod die Schreibfeder endgültig aus der Hand nahm.

Literatur:

Karl Gauss, Basilea Reformata, 1930, Verlag der Historischen und Antiquarischen Gesellschaft, Seite 91

Karl Gauss, Die Kirche zu St.Margarethen, 1930, herausgegeben vom Kirchgemeindeverein Binningen-Bottmingen, Seite 8

Paul Roth, Die Durchführung der Reformation in Basel, 121. Neujahrsblatt der GGG 1943, Helbing und Lichtenhahn, Seite 40

engel

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