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Das Gerberlochfest 2009 der E. Zunft zu Gerbern

Beitrag zur Geschichte des >> Gerberbrunnens am Gerberberglein

Die E. Zunft zu Gerbern feierte am 20. Juni 2009 jenen Brunnen an dem ihre Altvorderen noch die Felle zu waschen pflegten. Auch wenn das Zunfthaus seit 1874 verschwunden ist, so zeugt vis à vis noch heute der seit dem 13. Jahrhundert nachweisbare Gerberbrunnen vom einst hier ansässigen Handwerk.



Der Gerberbrunnen erscheint erstmals im späten 13. Jahrhundert in den Urkunden. Auch bekannt als "Gerberloch", steht er seit 1927 verborgen und oft übersehen am Geberglein, welches die Gerbergasse mit dem Gerbergässlein verbindet.



Am Samstag dem 20. Juni baute die Gerberzunft ein kleines Festdorf an der Gerbergasse, deren Namen an die Gerber und ihr Zunfthaus erinnert. Um 10.30 Uhr wurde das Fest zu Ehren des Brunnens bei bestem Wetter eröffnet.



Zwischen Marktplatz und Rüdengasse sorgte das Zunftspiel mit Tambouren und Pfeifern für Aufmerksamkeit. Hier scheint ein Halbartier der Fahnenwache sich entweder gerade die Nase gestossen zu haben, oder seine Hand riecht merkwürdig.



Die Tambouren und Pfeifer gehören der Zunft an. Sie sind aktiv in verschiedenen Fasnachtscliquen, und vereinigen sich zu Zunftanlässen. Die historische Gewandung des Spiels mit Kopfbedeckung wurde erstmals zum St.Jakobsfest 1984 getragen.



An der Gerbergasse demonstrierte ein Stand Facetten des alten Handwerks. Hier konnte das Publikum Lederprodukte wie etwa einen Löscheimer und Gerberwerkzeuge sehen, und sich über das Handwerk und seine Traditionen aufklären lassen.



Am Stand konnte auch das Jungvolk den Gerberlöwen als Backwerk eigenhändig mit Zuckerguss und süssem Zierwerk veredeln (die Schoggiwürmli fielen aus, da von der Sonne verschmolzen). Hier wird ferner fachkundig ein ledernes Buchzeichen mit Intitialen versehen.



Diese ledernen Gerbersouvenirs mit dem Basilisken als Festlogo fanden freudige Abnahme. Wie ersichtlich ist, hatten auch ältere Zunftbrüder den Weg ans Gerberberglein unter die Sohlen genommen, um dem Anlass beizuwohnen.



Um 11.30 Uhr schickte sich Christoph Streib, Meister E. E. Zunft zu Gerbern, an eine Rede in gereimter Form zu halten. Darin wurde natürlich auch der Basilisk, der seit Urzeiten im Gerberloch hause, gebührend gewürdigt.



Dann schritt aus dem Gerbergässlein mit Gesang der Chor der E. Zünfte zu Gerbern, Safran und Schuhmachern heran. Er trug wohlbekannte Weisen vor und bereitete das Feld für den Vortrag von Mike Stoll zum Fabelwesen des Basilisken. Das Fest dauerte bis um 17.00 Uhr


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